Wie aus einem technischen Betriebsgebäude ein identitätsstiftende Wandgestaltung im öffentlichen Raum wurde.
ALLENSBACH hat’s.
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Ausgangspunkt war die Überlegung, wie sich die vielfältigen Qualitäten Allensbachs in einer einzigen, weithin sichtbaren Gestaltung bündeln lassen.
Im Rahmen verschiedener Abstimmungen mit Gemeinde, Verwaltung und Projektbeteiligten entstand die Leitidee „ALLENSBACH hat’s“.
Der Satz funktioniert bewusst doppeldeutig: Er ist selbstbewusst, sympathisch und offen zugleich. Vor allem aber schafft er einen kommunikativen Rahmen, um die unterschiedlichen Facetten der Gemeinde sichtbar zu machen.
Die Gestaltung wurde damit zu einer Form räumlicher Markenkommunikation. Nicht als Werbefläche, sondern als identitätsstiftendes Statement im öffentlichen Raum.
Die einzelnen Buchstaben des Schriftzugs wurden zu Bildräumen, die unterschiedliche Aspekte der Gemeinde aufnehmen.
Natur, Freizeit, Vereinsleben, Landschaft, Kultur und touristische Besonderheiten verschmelzen zu einer erzählerischen Gesamtkomposition. Jeder Buchstabe eröffnet einen eigenen Mikrokosmos, gleichzeitig entsteht aus der Summe aller Szenen ein zusammenhängendes Gesamtbild.
Besonderes Augenmerk lag dabei auf der Auswahl der Motive. Die dargestellten Orte und Themen wurden nicht zufällig gewählt, sondern gezielt kuratiert, um ein möglichst authentisches und ausgewogenes Bild der Gemeinde zu vermitteln.
Die Marienschlucht, der Bodensee, Freizeitangebote, Vereinsleben und weitere identitätsprägende Elemente wurden so integriert, dass sie sowohl für Einheimische als auch für Besucherinnen und Besucher nachvollziehbar bleiben.
Gestalterisch orientiert sich die Arbeit an der Idee klassischer „Greetings Cards“ und touristischer Postkartenmotive, interpretiert diese jedoch zeitgemäß neu.
Der großformatige Schriftzug schafft bereits aus großer Entfernung Orientierung und Wiedererkennbarkeit. Die integrierten Bildwelten erschließen sich dagegen erst auf den zweiten Blick und laden dazu ein, die Gestaltung näher zu betrachten.
Dadurch entsteht eine Mehrschichtigkeit, die sowohl im Vorbeifahren als auch bei direkter Begegnung funktioniert.
Anders als klassische Kommunikationsmittel lässt sich ein Gebäude nicht wegklicken, überblättern oder ausblenden.
Gerade deshalb bietet der öffentliche Raum die Chance, Marken, Orte und Identitäten dauerhaft sichtbar zu machen.
Die Fassadengestaltung des Betriebsgebäudes zeigt exemplarisch, wie öffentliche Infrastruktur zu einem aktiven Bestandteil der Ortskommunikation werden kann. Aus einem funktionalen Zweckbau wurde ein identitätsstiftender Orientierungspunkt, der den Ort auf sympathische Weise repräsentiert.
Das Projekt „ALLENSBACH hat’s“ versteht sich deshalb nicht nur als Kunstwerk, sondern als Beispiel dafür, wie Marke im Raum wirken kann: sichtbar, dauerhaft und unmittelbar erlebbar.